AKTUELL:

Bewährte Tipps zur Stärkung des Immunsystems


Nahrungsmittel:
Obst, Salate (Bitterstoffe), Gemüse, KEIMLINGE, Sauermilchprodukte.
Reichlich pflanzliches Eiweiß aus Linsen, Bohnen, Dinkel, Hafer, Reis und Kartoffeln. Keine
gekühlten Getränke und Speisen.
Lacto-vegetabile Vollwertkost
reduziert den Gehalt entzündungsfördernder Stoffe
(Arachidonsäure und Eicosanoide), fördert die Verdauung, unterstützt das Immunsystem,
hilft Stoffwechselerkrankungen zu vermeiden, fördert den Zellschutz und wirkt damit auch
vorbeugend gegen Zellveränderungen.
Reduzierung
von Fleisch- und Wurstwaren, Zucker- und Weißmehlprodukten, Alkohol,
Kaffee, Nikotin, tierische Fette und homogenisierte Milchprodukte. Zur Kräftigung hat
sich als Ausnahme ein heiße Hühnerbrühe bewährt. Dazu wird Hühnerfleisch mit frischen
Kräutern und Suppengemüse gut gewürzt und über 1-2 Stunden gekocht.
Bevorzugung
von pflanzlicher Frischkost, maßvoller Ernährung, verträglichem
Rohkostanteil, Kräuter und Gewürze, Vollkornprodukte, naturbelassene Fette und Öle,
Sauermilchprodukte. Ausreichende Trinkmenge von 1-2 Liter ist wichtig. Dafür eignen sich
Kräuterteemischungen, Kamille, Fenchel, Melisse oder auch Ingwer.
Vitaminergänzung:
Holundersaft, Johannisbeersaft, Kirschsaft, Sanddornsaft,
Sauerkrautsaft, Rote-Beete-Saft, Zitrussäfte (erwärmt und mit etwas Zimt!).
Ausgleich, Schutz und Abwehrkraftsteigerung:
Winter-Schlaf, Entspannung durch Autogenes Training, Yoga, Musik, Hobby´s, Sauna, etc.
Je nach Alter und körperlicher Verfassung ist regel-mäßige Bewegung an der frischen Luft
das beste Training für die Schleimhäute, den Kreislauf, das Nervensystem und die
Abwehrkräfte. Dabei ist besonders auf geeignete, (warme, atmungsfähige) Kleidung und
gutes Schuhwerk zu achten. Bei Temperaturen unter -10°C, Wind, Regen oder Schneefall
sollte eine Kopfbedeckung getragen werden.
*
Regelmäßige Licht- und Luftbäder (Sonnenlicht fördert die Bildung von Vitamin D)
* Ausgewogene, vollwertige Ernährung (Frischkost)
* Bäder, Waschungen, Güsse (kalt u. warm)
* Bei beginnenden Infekten ansteigende Bäder von 36 bis 42 Grad Celsius
mit anschließender Schwitzpackung im vorgewärmten Bett. Dazu wird ein Wolltuch
und darauf ein Leintuch aufs Bett gelegt, in welches man sich nach dem Bad und
kurzen abtrocknen einwickelt. Dazu bitte 1 Liter Holunderblütentee oder
Lindenblütentee trinken, damit man ordentlich ins Schwitzen kommt. (Nicht bei
Bluthochdruck oder schwachem Kreislauf!)
* Luftbefeuchtung und Lüftung beachten (Zugluft vermeiden!)
* Der Temperatur angepasste Bekleidung
* Schutz empfindlicher Körperstellen (Nacken-, Brust-, Nieren-Lendengegend)
Und nicht zuletzt, zur Stärkung im Sinne der Psycho-Neuro-Immunologie:
Abbau von psychischem Stress durch Pflege der „freien“ Zeit in der Partnerschaft und
Familie durch gemeinsame Spiele, Bastelarbeiten, positive Gespräche usw. Pflege der
Freunde und Investition in alle sozialen Kontakte. Dies kann aktuell ja auch via Telefon oder
Internet geschehen.
Viel Freude, Genuss, Erfolg und Gesundheit !
Achtung: Diese Tipps beziehen sich auf Vorbeugemaßnahmen und die Begleitung
von leichten Erkältungen.
Bei Fieberanstieg über 38 Grad und starkem Husten, sowie
anderen ernsteren, plötzlich einsetzenden, oder anhaltenden Beschwerden, bitte unbedingt
medizinischen Rat einholen. Die Einnahme ggf. erforderlicher Medikamente bitte mit ihrem
Arzt oder Heilpraktiker absprechen und diese Medikamente nicht ohne Rücksprache
absetzen, oder eigenmächtig die Dosierung ändern.
Für dringende Fragen ist bundesweit die Telefonnummer 116 117 erreichbar. Auch die
Berliner Charité, gibt unter der Adresse covapp.charite.de aktuelle Handlungsempfehlungen.

 

 

Die in den folgenden Kapiteln veröffentlichten Beiträge enstammen einer Artikelserie der Jahre 2004-2009. Die beschriebenen Anwendungen mit Heilpflanzen oder homöopathischen Mitteln dienen der Hilfe zur Selbsthilfe. Die alleinige Verantwortwortung liegt beim jeweiligen Anwender bzw. der Anwenderin. Sie ersetzen nicht den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker.

Pflanzenheilkunde bei Erkrankungen der Kinder


Kinder sind geschätzte Patienten in der Praxis, oft quirlig und sehr neugierig. Dabei greifen pflanzliche Mittel und homöopathische Therapien bei Ihnen, wenn sie richtig eingesetzt werden, sehr gut. Ihr Körper ist noch nicht so verschlackt ist wie der des Erwachsenen und die Krankheit hatte noch nicht viel Zeit sich „festzusetzen“.
Heute jedoch kommen vermehrt kleine Patienten in die Praxis, die unter vererbten Schwächen, zum Beispiel des Immunsystems leiden, hier trifft dies nur bedingt zu, weil die Ursache tiefer sitzt.

Bei Allergien im Kinder- und Säuglingsalter kann Ziegenmilch oder Hafermilch oder eine andere pflanzliche Milch als Alternative bei der Kuhmilchunverträglichkeit eingesetzt werden. Etwa die Hälfte der chronischen Symptome wie Verdauungsprobleme, Schnupfen, Bronchitis, Asthma und Ekzem haben diese Unverträglichkeit als Ursache und lassen sich damit behandeln. Ziegenmilch ist außerdem ein Basenbildner, im Gegensatz zur Kuhmilch, so dass hierüber auch einer Übersäuerung vorgebeugt werden kann. Studien ergaben, dass 270 der 300 Asthmapatienten nach 6 Wochen beschwerdefrei wurden. Der beste Start ins Leben ist immer und wird es wohl auch immer bleiben: die Muttermilch, sie enthält Vitamine, Immunstoffe und Wachstumsfaktoren in hoher Konzentration.

Hat das Baby oder Kind Blähungen dann ist das sogenannte Vier-Winde-Öl (von Weleda als Bäuchlein-Öl oder selbst angesetzt auf der Basis von Mandelöl und Johanniskraut, sowie gequetschtem Samen von Anis, Kümmel und Fenchel) eine gute Behandlungsmöglichkeit. Dabei wird es von den Eltern aus gesehen im Uhrzeigersinn, mit dem Bauchnabel als Mitte, sanft einmassiert. Dies ist die Richtung des Dickdarmes, die sowohl dem Stuhlgang als auch Winden hilft sich zu entleeren. Als warmer Wickel kann es ebenfalls angewendet werden, hierbei ist zu beachten, dass sich keine Entzündungen im Bauchraum befinden dürfen. Eine akute Blinddarmentzündung könnte durch eine warme Anwendung oder Massage gefährlich hochgeschaukelt werden. Auch als Teemischung eignen sich die vorgenannten Pflanzen gut.

Bei Schlafstörungen empfiehlt es sich zu prüfen, ob das Zimmer des Kindes zu warm ist. Für einen Tee eignen sich: Johanniskraut, Passionsblumenkraut, Melissenkraut, Lavendelblüten und Hopfenzapfen. Einzeln oder in Kombination 1 Stunde vor dem Schlafen gehen unterstützen sie die Ruhe. Aus dem Hopfen kann ein Kissen hergestellt werden, dessen Füllung nach einer Woche gewechselt werden sollte, der Lavendel kann auch als Duftsäckchen angewendet werden. Ein gemeinsames Ritual wie zum Beispiel die Gute Nacht Geschichte ist förderlich, ebenso eventuell der Tagesrückblick: das war schlecht, dafür war ich dankbar, das war schön...

Bei Magenbeschwerden können Kamille, Pfefferminze, Melisse und Kalmuswurzel (letztere wenig dosiert) als Tee angewendet werden.

Durchfall lässt sich gut mit Heidelbeerfrüchten, Kaffeekohle oder unfermentiertem grünen Tee behandeln. Letzterer ist besser als der hierfür bekanntere Schwarztee, wenn es das Kind vom Geschmack her toleriert. Auch der Oolong-Tee wirkt noch gut. Dieser Tee muss mit einem Teelöffel pro Tasse 15 Min. ziehen. Gut wirkt auch die Uzara Wurzel-Tinktur.

Verstopfung entsteht häufig durch Fehlernährung und Bewegungsmangel. Der früher häufiger gebrauchte Leinsamen wird heute meist durch die indischen Flohsamenschalen, fein pulverisiert, ersetzt. Diese haben den Vorteil, dass sie kaum Kalorien haben und auch den Darm pflegen, in Bewegung bringen, Schadstoffe einhüllen und heraustransportieren. Sie sind bei übergewichtigen Kindern gut einzusetzen, da sie ein Sättigungsgefühl vermitteln. Sie können zusammen mit Heilerde oder Bentonit im Shaker gemischt, sofort getrunken werden. Weitere stärker wirkende Pflanzen stehen zur Verfügung.

Blasenentzündungen werden in der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) behandelt mit Preiselbeerblättern, Orthosiphonblättern oder Birkenblättern als Tee.

Für die hyperaktiven oder aufmerksamkeitsgestörten Kinder stehen homöopathische Einzel- und Komplexmittel zur Verfügung.

Die vorgenannten Behandlungshilfen sind für die Anwendung durch die Eltern gedacht, in der Naturheilpraxis kommen jedoch weit mehr Pflanzen zur Anwendung, als die hier erwähnten. Diese sollten jedoch von Fachkundigen eingesetzt werden. Wenn Beschwerden trotz der eigenen Behandlung andauern oder stärker werden sollten sie unbedingt eine(n) HeilpraktikerIn oder Arzt/Ärztin aufsuchen.

Das Wichtigste was Kinder jedoch benötigen ist viel Liebe, ein intaktes Elternhaus, viel frische Nahrung, frische Luft und Bewegung in der Natur, das richtige Maß an Orientierung und Reizen (Handy, Fernsehen, Computer in kleinen Maßen) und dass sie in den richtigen Momenten ernst genommen werden. Krankheiten und Symptome können sich auch aus einer wachsenden Orientierungslosigkeit heraus entwickeln. Ein Kind benötigt ein ehrlich gemeintes „Ja“ ebenso wie das „Nein“. Es benötigt vor allem auch die Wahrnehmung, wer es als Mensch ist und die Förderung seiner schönen Gaben. In einem Gedicht von den Kindern fand ich einmal die Zeile „Denn ihre Seelen wohnen im Haus der Zukunft.“.

Hagar Hartung, Pforzheim
Heilpraktikerin, Master of Science der psychosozialen, komplementären und integrativen Gesundheitswissenschaften

Erkältungen


Liebe Leserin, lieber Leser,
Oft bricht gerade nach den Feiertagen, nach dem opulenten Essen, eine Erkältung aus. Das liegt vielleicht an der Jahreszeit und daran, dass der Körper nach den Festessen zwar einen exzellenten Gaumengenuss hatte, jedoch es leider nicht sehr gut verarbeiten konnte und meist stark übersäuert ist, die verminderte Bewegung trägt ein weiteres dazu bei.
Vorbeugung: Legen Sie doch nach den Feiertagen einmal pro Woche einen Apfel-Reis-Tag ein. Dies entlastet den Darm stark, putzt einmal gut durch, hilft Wassereinlagerungen im Gewebe auszuleiten und stärkt indirekt die Abwehrkraft. Indirekt über die Entlastung des Darmes, da hier ja bekanntlich die Hauptabwehrkraft des Körpers sitzt. Früher wurden Erkältungen daher oft sehr einfach und wirkungsvoll mit Fasten und Einläufen behandelt. Auch das Lymphsystem profitiert davon, es kann wieder viel besser arbeiten, da der Fluss der Lymphe, der in dem Zwischenzellgewebe beginnt wieder entstaut wurde und so viel leichter neue Lasten abtransportiert und die Zellen besser versorgt werden können.

Der Apfel ist auch die Erstlingsnahrung des Säuglings, er wird beim Fastenbrechen zur ersten leichten Anregung der Darmtätigkeit verwendet, er entgiftet, hilft bei Bakterienverschiebungen in der Darmflora und reguliert sanft den Blutzucker. Der alte Spruch der Engländer „An apple a day takes the doctor away.„ hat auch heute noch seine Gültigkeit. (Ein Apfel am Tag schickt den Arzt weg.) In der Schale liegen wichtige Antioxidantien, die zellschädigende Sauerstoffmoleküle unwirksam machen, das Risiko von Herzerkrankungen vermindert sich wenn diese täglich zugeführt werden. Die unlöslichen Fasern putzen die Darmwände und beugen so Entzündungen vor. Die löslichen Fasern quellen zu einem Gel im Darm, welches den Cholesterinspiegel senkt und so Herzinfarkten und Schlaganfällen vorbeugt.
Der Reis reinigt durch die Fasern. Er schwemmt überschüssiges Wasser aus dem Gewebe aus, reguliert die Verdauung, vermindert das Risiko von Darmkrebs und senkt den Cholesterinspiegel. Am besten ist der nährstoffreiche unpolierte Naturreis, in seiner Schale sitzt der cholesterinregulierende Stoff Oryzanol. In nur drei Wochen kann durch täglichen Naturreisverzehr der Cholesterinspiegel um 20 % gesenkt werden. Die Ballaststoffe schützen nachweislich vor Brustkrebs.

Der Apfel-Reis-Tag wird wie folgt durchgeführt:
Sie kochen den Naturreis, möglichst salzfrei, da dies die Entwässerung noch verstärkt. Ca. 10 Minuten vor Ende der Kochzeit geben sie Äpfel mit der Schale in kleine Stücke geschnitten oben auf den Reis. Erst nach Ende der Kochzeit sollten die Zutaten gemischt werden, dabei kann mit Zimt und oder Vanille abgeschmeckt werden. Bitte nicht süßen, das behindert den ausleitenden Effekt. Diese Speise essen sie statt dem normalen Frühstück, Mittagessen und Abendessen; sie dürfen so viel essen wie sie möchten, wenn sie langsam essen und die Sättigung abwarten. Der Apfel-Reis-Tag kann bedenkenlos oft wiederholt werden, es sollte jedoch dauerhaft keine einseitige Ernährung entstehen.
Eine weitere Vorbeugung ist der Salbeitee mit Honig (mehr für die Atemwege), der Ingwersaft- oder Tee, oder der heiße Zitronensaft mit Honig. Auch Propolis, Sonnenhut, sowie Blütenpollen regen das Immunsystem zu besserer Arbeit an.

Zink ist an etwa 130 Stoffwechselvorgängen beteiligt, und sehr wichtig für ein gutes Immunsystem. 1 Tablette Zink 25 z.B. Zinkorot hilft bei der Vorbeugung und der Erkältung in jedem Stadium, um sie besser zu überwinden.
Bei sehr schwachem Immunsystem wird auch mit Thymus und Milz als Injektionskur gearbeitet um die körpereigene Abwehr wieder anzuregen und zu verbessern.

Wenn die Erkältung gerade beginnt: Also wenn noch kein Fieber und starkes Zerschlagenheitsgefühl vorhanden ist: Trinken sie einen heißen Tee aus zur Hälfte Holunder und zur Hälfte Lindenblüte mit etwas Tannenhonig oder im Sommer Holunderblütensirup verdünnt nicht zu kalt. Dann legen Sie sich in die heiße Badewanne, außer im Sommer, ätherische Ölmischungen wie Tanne und ähnliches können zugefügt werden. Danach schnell abtrocknen und sofort ins Bett legen. Sie werden sehr stark schwitzen. Ist die Erkältung schon zu weit vorgedrungen dann ist dieses Verfahren für den Körper zu anstrengend. Statt der Badewanne bietet sich die Sauna an. Überhaupt stärkt der regelmäßige Saunagang die Abwehr hervorragend.

Vorbeugend und bei jedem Stadium der Erkältung ist Vitamin C hervorragend: Am besten wirkt das biologische gebundene Acerola Vitamin C. Es ist als Taler oder Pulver erhältlich und hat die ganzen Stoffe der Acerola-Kirsche um das reichlich vorhandene Vitamin C in den Körper bis in die
Zellen hinein gut einzuschleusen und besser zu verwerten als das isolierte chemisch hergestellte Vitamin C, auch für die empfindliche Magen- und Darmschleimhaut ist es besser geeignet. Als sehr kräftige Unterstützung des Immunsystems wird heute Vitamin C als hochdosierte Infusionskur mit gutem Erfolg gegeben, um einmal die Lager so richtig aufzufüllen. Oral kann es in diesen Mengen nicht aufgenommen werden. Bei jeder Vitamin C Therapie werden noch andere Funktionen erfüllt: Es regt die Leukozytenbildung an, die Immunglobuline und andere Faktoren des Immunsystems werden besser gebildet, es tötet Bakterien ab und macht Viren inaktiv, karzinogene und andere toxische Substanzen unschädlich, fängt freie Radikale (Antioxydantien), baut Kollagen mit auf (bei Schädigungen der Wirbelsäule), senkt das LDL-Cholesterin und erhöht das HDL-Cholesterin, senkt die Triglyceride, wirkt vorbeugend bei Arteriosklerose, stimuliert die Nebennierenhormone, hilft Eisen besser aufzunehmen und steigert die Leistungsfähigkeit und Wachheit. Leider stellt die heutige Nahrung meist nicht mehr ausreichende Mengen dieses Vitamins zur Verfügung.

Wenn die Erkältung schon ganz ausgebrochen ist: Oft fordert hier der Körper eine Ruhezeit ein, die er dringend braucht und die beachtet werden sollte. Seien sie geduldig mit sich und legen sie sich bei Fieber oder starkem Zerschlagenheitsgefühl ins Bett, es wird schneller gehen bis sie wieder auf den Beinen sind. Wenn sie unter häufigen oder chronischen Erkältungen leiden dann sollten sie sich für ihr Immunsystem eine Unterstützung holen, manchmal stecken auch tiefere Ursachen dahinter, die bereinigt werden sollten.
Pflanzen für die Lunge: Spitzwegerich, Fenchel, Thymian, Huflattich, Schlüsselblume, Eibisch, Zwiebelsirup, ätherische Öle zum Einreiben oder zur Inhalation, Equisil N Hustensaft wirken gegen den Husten. Schleimlösend sind: Spitzwegerich, Fenchel, Isländische Flechte und Königskerzenblüten
Antibakteriell sind: der Ingwerwickel (Ingwer ist auch zur Vorbeugung als Tee geeignet.) und Thymian.
Entzündungshemmend sind: Ringelblume und Kalmus.
Auswurffördernd: Holunder, Linde und Huflattich
Ein Zwiebelsirup wird wie folgt zubereitet: 1 mittelgroße Zwiebel zerschneiden 3 Esslöffel Honig darauf geben, ein paar Stunden ziehen lassen, den Saft trinken. Er wirkt von der Halsentzündung über die Lunge bis zu den Nasennebenhöhlen.
Für die Nase: Weleda oder Wala Nasenbalsam, Majoranbutter.
Allgemein: Ferrum phosphoricum compositum oder als Biochemie, Aconitum China compositum, Metavirulent, Infigripp, Phönogripp,
Contramutan, Schwörotox N, Apoinfekt N, Hevert Grippe Tee sowie viele andere bewährte Naturheilmittel. Ein guter Erkältungstee besteht zum Beispiel aus: Weidenrinde, Mädesüß, Linde, Holunder, Thymian, Wollblumenblüten, Fieberklee, Brennessel, Schafgarbe und Hagebutte.
Gute Besserung oder gute Vorbeugung.

Hagar Hartung, Pforzheim
Heilpraktikerin, Master of Science der psychosozialen, komplementären und integrativen Gesundheitswissenschaften

Nützliches für die Urlaubsreise


Schon auf dem Weg zum Urlaubsort lässt sich einiges für die Gesundheit tun. Eine Flugthrombose ist ein Blutgerinsel, meist in den tiefen Beinvenen, es kann entstehen durch zu wenig Flüssigkeit im Körper, das Blut ist dann zu zähflüssig, den Bewegungsmangel im Flugzeug, sowie durch zu enge Kleidung und Sitzhaltung und gestaute Beine. Auch der Faktor der veränderten Gefäßwände spielt eine nicht unerhebliche Rolle dabei. Eine ganz einfache Vorbeugung besteht in dem Tragen von Stützstrümpfen während des Fluges, diese dürfen jedoch nicht einschnüren. Statt Kaffee und Alkohol sollte viel Zitronenwasser getrunken werden, dieses sorgt dafür, dass das Blut flüssiger wird. Stehen sie öfters einmal auf und strecken sie sich, damit das Blut wieder zirkulieren kann. Dieses einfache Zitronenwasser kann als warmer Brustwickel auch sehr gute Dienste zur Behandlung der akuten Bronchitis leisten. Ich wandte es zuletzt mit sehr gutem Erfolg bei einem Säugling in Venezuela an, der die ganze Familie mit dem Husten schon fünf Nächte wachgehalten hatte.

Eine der häufigsten Symptome eines Urlaubs in fernen Ländern ist der Durchfall. Er kann durch verschiedene Mikroorganismen hervorgerufen werden. Wichtig ist es dabei dem Körper zu helfen diese wieder loszuwerden und ihn dabei nicht unnötig zu schwächen. Antibiotikas sollten im Urlaub nur im Notfall und nur durch den Fachkundigen eingesetzt werden, da sie die körpereigene Abwehr lahmlegen. Gerade die ist jedoch im Kontakt mit vielen fremdartigen Mikroorganismen sehr wichtig. Danach muss die Darmflora wieder aufgeforstet werden. Wenn sie ihren Darm gesund halten unterstützen Sie damit auch oft entscheidend die Abwehr. In südlichen Ländern gilt „Peel it, boil it, cook it or forget it.“ (Schälen, kochen, braten oder verzichten.): Es bedeutet keinen Salat in Restaurants, kein Leitungswasser, keine Mischgetränke mit Eiswürfeln und ähnliches zu verzehren, da über den Weg des verunreinigten Wassers die meisten Infektionen entstehen. Besorgen Sie sich abgepacktes Mineralwasser. Sollte doch einmal ein Durchfall entstehen, nehmen sie Uzaratinktur 50 Tropfen einmalig, dann 3-6x tgl. 25 Tropfen. Bei sehr heftigen Beschwerden kann die Tinktur mit 1 Teelöffel Heilerde gemischt werden. Die Heilerde zieht die schädlichen Bakterien aus dem Körper, die Uzarawurzel wirkt keimabschwächend und entkrampft die Darmmuskulatur. Sie darf nicht mit Herzglykosiden zusammen eingenommen werden, da sich die Wirkung der letzteren dadurch verstärken kann. Sehr leichte Kost eventuell nur Zwieback, Banane und Schwarz- oder Kamillentee empfehlen sich bei stärkeren Beschwerden. Oder die bewährten Cola und Salzstangen. Es kann auch ganz gefastet werden, um dem Körper die Reinigung zu erleichtern.

Bei allen Verstauchungen, Prellungen, Verrenkungen empfehle ich Arnicasalbe oder einen Umschlag mit verdünnter Arnikaessenz, auch Traumeel eine Komposition aus verschiedenen homöopathischen Mittel ist sehr zu empfehlen. Oft reicht dies als Salbe äußerlich angewendet aus, es steht jedoch auch innerlich als Tabletten zur Verfügung. Es hilft auch, wenn es entzündlicher Natur ist.

Endlich Sonne! Jedoch beginnen sie langsam, hellhäutige, rothaarige Menschen vertragen in der Regel am wenigsten die Sonne, die dunkelhaarigen und -häutigen eher mehr. Die Mittagszeit, die von den Südländern als Siesta im Schatten genossen wird ist in der gleichen Art auch für den Mitteleuropäer sehr empfehlenswert. Benutzen Sie den passenden Sonnenschutz für Ihren Hauttyp. Sollte doch einmal mit zuviel Sonne den Körper überhitzt haben, und ein Hitzschlag oder Sonnenstich die Folge sein, legen sie sich bitte sofort in den Schatten, kühlen den Kopf und trinken
sie viel Mineralwasser. Sollte es zu ansteigenden Kopfschmerzen oder Bewusstseinstörungen kommen, suchen sie bitte einen Arzt oder Heilpraktiker auf. Auch vorbeugend ist das ausreichende Trinken und die Kopfbedeckung zum Schutz wichtig. Gerade in Höhenlagen wird die Sonneneinwirkung durch den kühlen Wind unterschätzt.
Das Combudoron Gel hilft gegen Verbrennungen und auch gegen Insektenstiche.

Diesen Monat möchte ich den Holunder portraitieren, da er im Juni und Juli so wunderbar blüht. Er gehört zu der Familie der Geißblattgewächse und fehlte früher in keinem Bauerngarten. Er ist eine alte Schutzpflanze. Verwendet werden die Blüten und die Beeren zu medizinischen Zwecken. Als Inhaltsstoffe wirksam sind viel Vit C Farbstoffe wie Anthozyane, die Glycoside Sambucin und das Sambunigrin, die Vitamine A,E,B, Lithium, Gerbstoffe, Bitterstoffe und Fruchtsäuren.
Die Blüten lassen sich zu Erkältungstees verwenden, um die Grippe auszuschwitzen“. Anzuwenden als Getränk vor dem warmen Bade, bei beginnender Erkältung, da hat sie sich noch nicht festgesetzt. Danach bitte ins Bett legen und gut durchschwitzen. Auf einen Liter rechnet man 4 gehäufte Esslöffel der Blüten und lässt sie 10 Minuten zugedeckt ziehen. Wird der Beerensaft eingesetzt werden pro Tag 3x 2 Teelöffel voll gegeben. Der Holundersirup erfrischt jedoch auch im Sommer und fehlt selten im beliebten Sommergetränk Hugo.
Weitere Einsätze der Heilpflanze sind die Erschöpfung, die Stuhlregulation (stopfend wirkt die getrocknete Beere, abführend die Blüte), Unterleibserkältungen, Rheuma, dicke Beine im Sommer, alle Nervenschmerzen (der Beerensaft). Sie wirkt blutaufbauend, und bietet Gelenk- und Organschutz zum Beispiel bei Scharlach.
Eine sehr leckere Anwendung in der Küche ist das „Hollerküchlein“, dabei wird die Blüte in Pfannkuchenteig getaucht und ausgebacken, der Stängel dient dabei als Griff.

Hagar Hartung, Pforzheim
Heilpraktikerin, Master of Science der psychosozialen, komplementären und integrativen Gesundheitswissenschaften

F A S T E N
Entgiften, Entschlacken, Loslassen
Das Fasten ist so alt wie die Menschheit.
Es diente schon immer entweder als Heilfasten direkt der Gesundheit,
zum Umstimmen oder Vorbeugen von chronischen Krankheiten,
zur allgemeinen Kräftigung,
oder als kultisches, religiöses Fasten in fast allen Kulturen,
um die Seele, bzw. den „inneren Menschen“ von alten Strukturen,
Engen und Ballast zu befreien, den Willen zu stärken
und Entscheidungen vorzubereiten.
Im Gegensatz zum Hungern ist das Fasten freiwillig.
Die Fastenzeit ist eine Zeit des „inneren Rückzugs“ und der Ruhe.

Wer darf Fasten?
Grundsätzlich jede/r, außer Kindern und Jugendlichen, Schwangeren, Stillenden, Menschen mit schweren Schilddrüsenstörungen, einigen Krebserkrankungen. Tuberkulose, schwersten Stoffwechselstörungen, Auszehrungen, Geisteskrankheiten und Dialysebehandlung.
Was geschieht beim Fasten?
Normalerweise ist der Organismus darauf angewiesen, Zellbaustoffe und Betriebsstoffe über den Verdauungsweg aufzunehmen.
Wird ihm das entzogen, schaltet er quasi um. Die ca. 30 % Energie, die für den Verdauungsvorgang benötigt wird, wird eingespart. Die ersten 3 Tage etwa werden die restlichen im Blut und der Leber verfügbaren Zuckerreserven verbraucht. Dann beginnt der Körper für die Aufrechterhaltung der Energie und des Stickstoffgleichgewichtes Eiweiß- und Fettdepots abzubauen. In erster Linie werden dabei Gebilde zerstört und abgebaut, die eine störende und kränkelnde Rolle im Körper spielen, wie Schwarten, Ablagerungen, Fremdstoffe, Eitriges, Schwaches, Belastetes. Der „innere Arzt“ beginnt zu arbeiten.
Es wird nun statt der Nahrungsaufnahme, vor allem über den Darm, aber auch über die Haut und Schleimhäute, die Atmung und den Urin, vermehrt Schlackenstoffe ausgeschieden.
Die Sinne werden dadurch meist schärfer und der Geist lebendiger und wacher. „Innere Arbeit „ kann oft leichter getan werden, jedoch auch die körperliche Leistungsfähigkeit nimmt bei Fastenden, die wenig verschlackt sind nach ein paar Umstellungstagen eher zu.

Es gibt verschiedene Fastenarten:
Das Buchingerfasten
beginnt mit zwei Entlastungstagen.
An diesen beiden Tagen sollte ausschließlich Obst gegessen werden,
so viel wie gewünscht doch so frei von Chemie wie möglich.
Getrunken wird während der ganzen Fastenzeit kohlensäurefreies und natriumarmes Mineralwasser, Kräutertees oder ein individueller auf ihre gesundheitlichen Bedürfnisse zusammengestellter Fastentee, sowie etwas Gemüsebrühe ohne Gemüse. Empfehlenswert ist eine mineralische Unterstützung um die doch sehr hohe Säurebelastung durch die Schlacken aufzufangen. Sehr wichtig ist das Abführen von gelösten Schlacken, damit keine Staus im Körper entstehen, die ihn unnötig belasten.

Eine Kunst für sich ist am Schluss das richtige Fastenbrechen! Auch die Aufbautage danach spielen eine große Rolle in der Unterstützung des Körpers sich von Unbrauchbarem zu entledigen.

Saftfasten
Beim Saftfasten wird Obstsaft mindestens biologischer, am besten selbstgepresster, ohne Fruchtmark (1/3 Saft mit 2/3 Wasser gemischt) 1 – 2 l täglich getrunken dazu noch Tee so dass insgesamt mindestens 3 l getrunken werden. Er enthält kein rotein, kein Fett, kaum Ballaststoffe, jedoch Fruchtzucker, Vitamine und Mineralstoffe.
Statt des Obstsaftes kann auch Gemüsesaft verwendet werden.
In einer Gruppe fastet es sich leichter, jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin sind in diesem gemeinsamen Prozess miteinander aufgehoben. Eine naturheilkundliche Begleitung ist von Vorteil, um Fastenkrisen leicht zu überwinden, Mangelzuständen vorzubeugen, und den Körper bei seiner Arbeit optimaler unterstützen zu können.

Hagar Hartung, Pforzheim
Heilpraktikerin
Gesundheitswissenschaftlerin
(MSc der psychosozialen, komplementären
und integrativen Gesundheitswissenschaften)

Arnica montana
Bergwohlverleih, Wundkraut, Fallkraut, Kraftwurz oder Arnika genannt.
Sie ist eine Gebirgspflanze (1000-1500 m Höhe) und gehört zu der Familie
der Korbblütler. In Kulturen gedeiht sie schlecht. Sie wächst gerne im
Waldschlag in einer Verwesungsschicht, also da wo Zerstörung und
Verletzung herrschen, analog zu ihrer Heilwirkung bei Verletzungen von
Mensch oder Tier.
Ihre wirksamen Inhaltsstoffe sind:
* Arnicin, ein Bitterstoff;
* ätherisches Öl (desinfizierend, wundheilend, entzündungshemmend)
* Cholin (blutdrucksenkend)
* Procyanidine (Herzwirkung)
* Flavonoide (Herz-Kreislaufwirkung)
* Sesquiterpenlactone (Haut und Herzwirkung)
* Phlorol-Isobuttersäure, Methyläther, Gallussäure, Inulin
Die Arnica wird schon sehr lange eingesetzt, der alte Tabernamontanus
berichtet: Die Sachsen nehmen, wenn sie gefallen sind oder sich verletzt
haben eine Handvoll, sieden es in Bier, trinken es morgens warm, decken
sich zu, schwitzen. An der verletzten Stelle gäbe es dann drei, vier
Stunden einen Schmerz und dann wird es kuriert.
Heutige Anwendung :
* akute und chronische Folgen von Verletzungen der verschiedensten
Organe und Körperteile, auch Operationen, Quetschung, Prellung,
Verstauchung, Zerschlagenheitsgefühl, Muskelzerrungen, Knochenbrüche,
Schleimbeutelentzündung.
* Schlaganfall, Verdacht auf Hirnblutungen, Nervenleiden, Gehirnerschütterung
* Gefäßtherapie venöse und arterielle
* Rheuma
* homöopathisch als Operationsbegleitung, zur Blutstillung, Schlaganfall, Krampfadern, Folgen von Gehirn oder Rückenmarkserschütterungen, bei Sportverletzungen
Ein gutes Mittel ist Traumeel, worin ebenfalls Arnika enthalten ist als Tabletten oder Salbe. Homöopatisch wird sie gerne 3x täglich bis stündlich in der Potenz D3-6 genutzt.
Äußerlich angewendet wird sie als Salbe, Gelee oder Umschlag mit der
verdünnten Tinktur. (Arnika kann Hautreizungen hervorrufen)
Goethe beschreibt die Arnika nach einer Behandlung durch Dr Carl Vogel 1823:
Fühlte ich doch, als Leben und Tod den Kampf in mir begannen,
dass die Lebensscharen mit dieser Blume
auf ihrem Panier den Durchbruch erzwangen,
und dem Feindlich-Stockenden,
Tödlich-bedrückenden sein Austerlitz bereitet wurde.
In der Genesung verjüngt,
preise ich sie höchstlich
und es ist doch nur sie selbst,
die sich preist,
die wahrhaft unerschöpfliche Natur.

Hagar Hartung, Pforzheim
Heilpraktikerin
Gesundheitswissenschaftlerin
(MSc der psychosozialen, komplementären
und integrativen Gesundheitswissenschaften)

Wissenswertes und Nützliches zur Magen-Darm-Gesundheit

Liebe Leserin, lieber Leser
Als Heilpraktikerin behandle ich in der täglichen Praxis viele Menschen.

Ein sehr wichtiger Gesundheitsaspekt ist die Gesundheit des
Magen-Darm-Traktes, er ist quasi unsere innere Haut, er steht über die
Körperausgänge in ganz direkter Verbindung mit der Haut, wodurch sich
viele Hautstörungen sowohl behandeln als auch erklären lassen.

Ein weiterer Aspekt ist seine wesentliche Rolle für das Immunsystem.
Eine Fülle von Nahrungszusatzstoffen wie Farbstoffe,
Konservierungsmittel, synthetische Geruchsstoffe, die der menschliche
Körper erst seit maximal drei Generationen kennt und also
entwicklungsgeschichtlich kaum die Möglichkeit hatte sich anzupassen,
sind wesentliche Mitverursacher der weltweit zunehmenden allergischen
Erkrankungen. Sehr häufig ist die Milcheiweißallergie oder die
Weizenallergie. Diese allergischen Reaktionen erkennt man oft auch an
einer Veränderung des Stuhlgangs, relativ sicher kann die Diagnose
gestellt werden wenn die Beschwerden nach einer sogenannten
Ausschlussdiät über 2-3 Wochen, für diese Substanz abklingen.
Wie kräftigt man also diesen inneren zentralen "Schlauch", der uns die
Nährstoffe in den Körper transportiert und einen Teil der Schlacken,
meist zu wenige, wieder heraus befördert.

Ist der Anfang funktionsfähig? Arbeitet der Magen mit voller Kraft ?
Sie können das oft an Ihrer Zunge erkennen, ist sie weißlich belegt so
spricht dies für einen Milchsäureüberschuss, der Volksmund sagt dann er
habe zu viel Säure, nur, es ist die falsche! Die Milchsäure sollte im
Dünndarm, also eine "Etage" tiefer sein, im Magen hat sie nichts zu
suchen, sie behindert ihn sogar bei seiner wichtigen Arbeit, dem
"Aufbeißen" der Eiweißketten mit der Salzsäure und sie schafft das
Milieu für allerhand was da nicht hingehört wie den Helicobacter pylori,
dem in Folge eine nicht unwesentliche Wirkung an der Entstehung der
Magenschleimhautreizung zugesprochen wird.
Hat der Magen genug Säure, hat es der übrige Organismus viel leichter zu
entsäuern, das ist ein Kreislauf. Salziges am Morgen hilft dem Magen
wieder seine Kraft zu entwickeln. Süßes schläfert ihn ein, das wiederum
wird viel besser am Nachmittag vertragen. Bohnenkaffee ungefiltert ist
magenschonender, weil hierbei ein bestimmter Wirkstoffkomplex noch
vorhanden ist.

Bitteres, ja wirklich Bitteres ist sehr gut für die Kraft des gesamten
Magen-Darm Traktes, es wirkt darüber hinaus Leberstärkend. Man sagt
Bitteres entbittere sogar das Herz. Indirekt ist eine gesunde Verdauung
auch förderlich für die Herzarbeit, es "drückt" dann nicht so auf das
Herz. Eine gesunde Nahrung ist sehr einfach, je frischer und
ursprünglicher, desto besser. Five a Day sagen andere Völker und meinen
damit fünf Portionen frisches Obst oder Gemüse am Tag. Und jeder Bissen
sollte sehr gut gekaut werden das ist nämlich die Aufgabe der Zähne und
nicht die des Magens.

Gute Möglichkeiten bieten Kuren zur Sanierung des Magen-Darm-Traktes wie
zum Beispiel die Mayr-Kur und andere.
Pflanzen zur Behandlung des Magen-Darm-Traktes :

Bei Magenverstimmungen kann Schafgarben- oder Kamillentee oder auch Majorantee versucht werden.                       Auch die Schwedenkräutermischung leistet hier gute Dienste.
Allerdings sollte sie besser ohne Aloe und Sennes angesetzt werden.
Zur Anregung eignen sich Bitterstoffe wie in Enzian, Engelwurz, und
Löwenzahn. Auch Kalmuswurzel und Thymian werden hier gerne
verwendet. Bei Blähungen wirken wiederum Anis, Kümmel, Fenchel und
Koriander. Aus diesen setzt sich auch das "Vier Winde-Öl" für die
Verdauungsbeschwerden der ersten drei Lebensmonate eines Säuglings. Oft
wirkt Heilerde, innerlich sehr aufbauend durch die Mineralien und es
zieht gleichzeitig Giftstoffe aus dem Körper.
Schmerzstillend sind zum Beispiel Gänsefingerkraut (und entkrampfend!),
Schafgarbe, Ringelblume und Leinsamen.

Bei Magendruck eignen sich Ingwer oder Thymiantee.
Ein sehr gutes Magen-Darmmittel ist der Retterspitz innerlich.

Bei Durchfall hat sich gut die Uzarawurzeltinktur bewährt.
Knoblauch oder noch besser sein wilder Verwandter der Bärlauch,
im Wald unter den Buchen zu finden, sind zwei Pflanzen die hervorragende
Unterstützung bei Durchfällen bieten und auch die Gärungsprozesse im
Darm, die den Blähungen vorrausgingen, stoppen. Unter ihrer konsequenten
Anwendung verlassen Parasiten wie Würmer oder Pilze gerne den Darm.
Reguliert wird die Verdauung, auch wenn sie zur Verstopfung neigt, durch
Kräftigung und Entkrampfung. Bitte beim Sammeln genau bestimmen, da der
Bärlauch mit der Herbstzeitlosen(am Waldrand) und den Maiglöckchen(vor
der Blüte) verwechselt werden kann. Typisch ist sein Knoblauchgeruch.
Sie sind hochgradig gefäßwirksam und lösen gerne Verkalkungen aus
diesen, sind antiviral, senken den Blutdruck,
senken das LDL-Cholesterin, helfen Schwermetalle wie Quecksilber
(Zahnfüllungen aus Amalgam) aus dem Körper zu transportieren, beide wirken lungenkräftigend und abwehrsteigernd.

Hagar Hartung, Pforzheim
Heilpraktikerin
Gesundheitswissenschaftlerin
(MSc der psychosozialen, komplementären
und integrativen Gesundheitswissenschaften)

Das Alter

 

Was sind die Vorraussetzungen für ein würdiges und vor allem lebenswertes Altern ? Das sind Fragen, die sich wohl jeder einmal in seinem Leben stellen wird.

Viel hängt hier von der Lebensweise ab, auch von der Lebenslust. Ein großer Faktor ist mit Sicherheit die Konstitution, also das was man an körperlicher Robustheit von den Vorfahren mitbekommen hat, die Aktivität, Ziele und soziale Kontakte spielen eine große Rolle und die Ernährung bildet die körperlichen Grundbausteine aus denen sich Krankheit oder Gesundheit schöpfen.

Die Menschen die sehr alt wurden hatten ein paar Dinge gemeinsam : Meist arbeiteten sie bis zuletzt in der Regel als Bauern auf dem Feld allerdings nicht mehr so hart wie in den jungen Jahren. Da kommen mehrere Faktoren zusammen, über die Arbeit waren sie meist sinnvoll in das Sozialsystem eingegliedert, sie hatten die Unterstützung der Jüngeren, sie bewegten sich an der frischen Luft und trainierten den Kreislauf dabei, so dass der ganze Körper gut durchblutet wurde. Sie legten meist täglich lange Fußwege zurück, wodurch die Gefäßelastizität und der Muskeltonus verbessert wurden. Meist, jedoch nicht immer sind sie sehr schlank. Meist findet sich eine Ernährung, die weniger Kalorien hat und wenige bis keine tierischen Eiweiße, wenn dann überwiegend über vergorene Milchprodukte oder Käse. Ein weiterer Einfluss kann durch die Höhenlage ihrer Wohnorte gesehen werden. Meist haben diese sehr alten Menschen einen besonders wichtigen Platz in der Sozialgemeinschaft, sie werden geachtet und genießen einen hohen Sozialstatus.

 

Ein gutes Lebenselixier besteht aus 2/3 Knoblauchtinktur (oder Bärlauch) und 1/3 Weißdorntinktur, davon können 3x tgl. 10 Tropfen genommen werden. Für die bessere Durchblutung des Gehirns kann Ginkgo als Tee oder Tinktur genommen werden. Brennesseltee und Ginseng kräftigen, ebenso wie der Rotwein mit einem Eigelb, der sogenannte Eierwein, in Maßen. Auch Bitterstoffe, die sich in der heutigen Ernährung kaum mehr finden, kräftigen und helfen gut zu verdauen.

Zum Entsäuern kann ein Schuss Apfelessig (Bio) auf ein Glas Wasser getrunken werden.

Den ganzen Körper herzwärts trockenbürsten durchblutet und entstaut, ebenso ein sehr kurzes und kaltes Duschbad . Ein täglicher Spaziergang mit und ohne Hund kann empfohlen werden, sowie die Gewohnheit täglicher Gymnastik.

Sehr wichtig ist das ausreichende Trinken von ca. 2 l täglich zum Durchspülen des Körpers, hierbei zählen nur Mineralwasser und Tee mit.

Ganz entscheidend für die Gesundheit ist bestimmt der Lebensmut und auch etwas Glück.

Vergiftungen mit Schwermetallen und ihre Behandlungsmöglichkeiten

Quecksilber: Amalgam, ein Stoff mit dem Zahnfüllungen hergestellt werden, besteht zu 50 % aus Quecksilber und weiteren 50 % aus Kupfer, Silber, Zinn, Zink, und Spuren anderer Schwermetalle. Beim Essen werden Spuren dieser Elemente vom Körper aufgenommen. Besonders aus alten, porösen Füllungen wird viel freigesetzt. Vor allem das Quecksilber wird über Inhalation aufgenommen und im Körper, vor allem im Binde- und Nervengewebe abgelagert. Auch der Abrieb durch das Kauen spielen eine Rolle. Da es ein Schwermetall ist, schafft es der Körper meist nicht, dieses alleine wieder zu entsorgen. Der Quecksilberspiegel im Körper steigt entsprechend der Menge der Füllungen. Auch Fisch oder Meeresfrüchte und -gemüse aus bestimmten Gewässern, sowie Kosmetika können belastet sein. Durch die steigende Belastung zusammen mit der eigenen Konstitution können folgende Symptome auftreten : Nierenstörungen, Mundschleimhautentzündungen, schwarze Einlagerungen im Zahnfleisch, Durchfall, Störungen des zentralen Nervensystems mit Muskelzuckungen, Seh- Hör- Gedächtnis- und Sprachstörungen, Persönlichkeits-abbau, Nervenentzündungen, Störungen der Fruchtbarkeit, rheumaähnliche Beschwerden. Auch Beeinflussungen des Zellstoffwechsels und der Enzymtätigkeit können darauf zurückgeführt werden.

Blei: Es wird heute überwiegend über die Nahrung aufgenommen, nachdem die Luftverschmutzung durch das bleifreie Benzin deutlich zurückgegangen ist. Im Boden sind 500 mal mehr Blei als in der vorindustriellen Zeit, hierdurch findet es seinen Weg in unsere Nahrungskette. Blei ist auch in manchen Kosmetika, Küchenutensilien oder alten Wasserleitungen aus Blei, sowie in Tabakrauch enthalten.

Symptome: Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Magendruck, Kopf- Gliederschmerz, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, Blutarmut, Bluthochdruck, Bleiniere, Hyperaktivität, Erkrankungen des Nervensystems, schieferblaugrauer Saum am Zahnfleisch.

Kadmium:

Es wird überwiegend aufgenommen durch das Rauchen.

Symptome: Magen-Darm-Beschwerden, Bluthochdruck, Anämie, Allergien durch Blockierung wichtiger Enzymfunktionen, Hyperaktivität. Es lagert sich vor allem in Niere und Leber ab.

Nickel: Raucher und chronische Mitraucher weisen meist hohe Nickelwerte auf.

Symptome: Allergien durch Blockade der Enzymsysteme, Zellveränderungen bis Entartungen können die Folge einer zu hohen Belastung sein.

Diagnostik:

Es kann der Speichel mittels des sogenannten Kaugummitestes auf Quecksilber, sowie Blut, Urin, Gewebe und Haar auf alle Schwermetalle untersucht werden.

Therapie der Schwermetallbelastungen:

Wenn viele Füllungen entfernt werden, achtet der Zahnarzt durch Absaugen des Speichels sowie den sogenannten Kofferdamm und andere Maßnahmen darauf dass die Belastung im Körper so wenig wie möglich erhöht wird. Es ist sehr wichtig bei einer Quecksilberausleitung sehr viel zu trinken, um die Nieren gut durchzuspülen, damit das Metall nicht in den kleinen Kanälchen hängen bleibt und dadurch die Nierenfunktion dauerhaft beeinträchtigt. Auch nach der Amalgamentfernung bleibt das Metall im Nervensystem und in schlecht durchbluteten Geweben liegen. Folgende Verfahren bieten hier eine Lösung:

Die Schulmedizin benutzt die chemische Variante, das DPMS und DMSA, sogenannte Chelatbilder, die sich an das Metall hängen und es so aus dem Körper transportieren. Sie können jedoch nicht uneingeschränkt eingesetzt werden.

Naturheilkundlich wird über chelatbildende Pflanzen wie Chlorella, Bärlauch und später Coriander gearbeitet. Schwefelhaltige Pflanzen wie Knoblauch und Zwiebel helfen ebenso die Belastung zu senken. Auch andere Pflanzen wie Löwenzahn oder Goldrute zur Stärkung der Nierenfunktion, Brennessel und Klettenwurzel zur weiteren Ausleitung, sowie Schöllkraut zur Leberstärkung, werden als Tee eingesetzt. Bei der Chlorellaalge ist auf die Reinheit der Alge unbedingt zu achten, sie wächst im Süßwasser und reinigt auch dieses von Metallen, was sie dann in sich anreichert . Zusätzlich können Antioxydantien wie Vitamin C als Infusion hochdosiert und Vitamin E gegeben werden. Enzyme, Mineralstoffe, Spurenelemente werden bei Mangel ergänzt, auch Enzyme können mit guten Ergebnissen bei Bedarf eingesetzt werden. Für schwangere und stillende Frauen ist diese Behandlung nicht gegeignet. Ausgeleitet wird mittels eines bestimmten und individuell angepassten Schemas.

Empfehlenswerte Literatur : Dr. med. J. Mutter „Amalgam-Risiko für die Menschheit“