Vergiftungen mit Schwermetallen und ihre Behandlungsmöglichkeiten

Quecksilber: Amalgam, ein Stoff mit dem Zahnfüllungen hergestellt werden, besteht zu 50 % aus Quecksilber und weiteren 50 % aus Kupfer, Silber, Zinn, Zink, und Spuren anderer Schwermetalle. Beim Essen werden Spuren dieser Elemente vom Körper aufgenommen. Besonders aus alten, porösen Füllungen wird viel freigesetzt. Vor allem das Quecksilber wird über Inhalation aufgenommen und im Körper, vor allem im Binde- und Nervengewebe abgelagert. Auch der Abrieb durch das Kauen spielen eine Rolle. Da es ein Schwermetall ist, schafft es der Körper meist nicht, dieses alleine wieder zu entsorgen. Der Quecksilberspiegel im Körper steigt entsprechend der Menge der Füllungen. Auch Fisch oder Meeresfrüchte und -gemüse aus bestimmten Gewässern, sowie Kosmetika können belastet sein. Durch die steigende Belastung zusammen mit der eigenen Konstitution können folgende Symptome auftreten : Nierenstörungen, Mundschleimhautentzündungen, schwarze Einlagerungen im Zahnfleisch, Durchfall, Störungen des zentralen Nervensystems mit Muskelzuckungen, Seh- Hör- Gedächtnis- und Sprachstörungen, Persönlichkeits-abbau, Nervenentzündungen, Störungen der Fruchtbarkeit, rheumaähnliche Beschwerden. Auch Beeinflussungen des Zellstoffwechsels und der Enzymtätigkeit können darauf zurückgeführt werden.

Blei: Es wird heute überwiegend über die Nahrung aufgenommen, nachdem die Luftverschmutzung durch das bleifreie Benzin deutlich zurückgegangen ist. Im Boden sind 500 mal mehr Blei als in der vorindustriellen Zeit, hierdurch findet es seinen Weg in unsere Nahrungskette. Blei ist auch in manchen Kosmetika, Küchenutensilien oder alten Wasserleitungen aus Blei, sowie in Tabakrauch enthalten.

Symptome: Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Magendruck, Kopf- Gliederschmerz, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, Blutarmut, Bluthochdruck, Bleiniere, Hyperaktivität, Erkrankungen des Nervensystems, schieferblaugrauer Saum am Zahnfleisch.

Kadmium:

Es wird überwiegend aufgenommen durch das Rauchen.

Symptome: Magen-Darm-Beschwerden, Bluthochdruck, Anämie, Allergien durch Blockierung wichtiger Enzymfunktionen, Hyperaktivität. Es lagert sich vor allem in Niere und Leber ab.

Nickel: Raucher und chronische Mitraucher weisen meist hohe Nickelwerte auf.

Symptome: Allergien durch Blockade der Enzymsysteme, Zellveränderungen bis Entartungen können die Folge einer zu hohen Belastung sein.

Diagnostik:

Es kann der Speichel mittels des sogenannten Kaugummitestes auf Quecksilber, sowie Blut, Urin, Gewebe und Haar auf alle Schwermetalle untersucht werden.

Therapie der Schwermetallbelastungen:

Wenn viele Füllungen entfernt werden, achtet der Zahnarzt durch Absaugen des Speichels sowie den sogenannten Kofferdamm und andere Maßnahmen darauf dass die Belastung im Körper so wenig wie möglich erhöht wird. Es ist sehr wichtig bei einer Quecksilberausleitung sehr viel zu trinken, um die Nieren gut durchzuspülen, damit das Metall nicht in den kleinen Kanälchen hängen bleibt und dadurch die Nierenfunktion dauerhaft beeinträchtigt. Auch nach der Amalgamentfernung bleibt das Metall im Nervensystem und in schlecht durchbluteten Geweben liegen. Folgende Verfahren bieten hier eine Lösung:

Die Schulmedizin benutzt die chemische Variante, das DPMS und DMSA, sogenannte Chelatbilder, die sich an das Metall hängen und es so aus dem Körper transportieren. Sie können jedoch nicht uneingeschränkt eingesetzt werden.

Naturheilkundlich wird über chelatbildende Pflanzen wie Chlorella, Bärlauch und später Coriander gearbeitet. Schwefelhaltige Pflanzen wie Knoblauch und Zwiebel helfen ebenso die Belastung zu senken. Auch andere Pflanzen wie Löwenzahn oder Goldrute zur Stärkung der Nierenfunktion, Brennessel und Klettenwurzel zur weiteren Ausleitung, sowie Schöllkraut zur Leberstärkung, werden als Tee eingesetzt. Bei der Chlorellaalge ist auf die Reinheit der Alge unbedingt zu achten, sie wächst im Süßwasser und reinigt auch dieses von Metallen, was sie dann in sich anreichert . Zusätzlich können Antioxydantien wie Vitamin C als Infusion hochdosiert und Vitamin E gegeben werden. Enzyme, Mineralstoffe, Spurenelemente werden bei Mangel ergänzt, auch Enzyme können mit guten Ergebnissen bei Bedarf eingesetzt werden. Für schwangere und stillende Frauen ist diese Behandlung nicht gegeignet. Ausgeleitet wird mittels eines bestimmten und individuell angepassten Schemas.

Empfehlenswerte Literatur : Dr. med. J. Mutter „Amalgam-Risiko für die Menschheit“