Nützliches für die Urlaubsreise


Schon auf dem Weg zum Urlaubsort lässt sich einiges für die Gesundheit tun. Eine Flugthrombose ist ein Blutgerinsel, meist in den tiefen Beinvenen, es kann entstehen durch zu wenig Flüssigkeit im Körper, das Blut ist dann zu zähflüssig, den Bewegungsmangel im Flugzeug, sowie durch zu enge Kleidung und Sitzhaltung und gestaute Beine. Auch der Faktor der veränderten Gefäßwände spielt eine nicht unerhebliche Rolle dabei. Eine ganz einfache Vorbeugung besteht in dem Tragen von Stützstrümpfen während des Fluges, diese dürfen jedoch nicht einschnüren. Statt Kaffee und Alkohol sollte viel Zitronenwasser getrunken werden, dieses sorgt dafür, dass das Blut flüssiger wird. Stehen sie öfters einmal auf und strecken sie sich, damit das Blut wieder zirkulieren kann. Dieses einfache Zitronenwasser kann als warmer Brustwickel auch sehr gute Dienste zur Behandlung der akuten Bronchitis leisten. Ich wandte es zuletzt mit sehr gutem Erfolg bei einem Säugling in Venezuela an, der die ganze Familie mit dem Husten schon fünf Nächte wachgehalten hatte.

Eine der häufigsten Symptome eines Urlaubs in fernen Ländern ist der Durchfall. Er kann durch verschiedene Mikroorganismen hervorgerufen werden. Wichtig ist es dabei dem Körper zu helfen diese wieder loszuwerden und ihn dabei nicht unnötig zu schwächen. Antibiotikas sollten im Urlaub nur im Notfall und nur durch den Fachkundigen eingesetzt werden, da sie die körpereigene Abwehr lahmlegen. Gerade die ist jedoch im Kontakt mit vielen fremdartigen Mikroorganismen sehr wichtig. Danach muss die Darmflora wieder aufgeforstet werden. Wenn sie ihren Darm gesund halten unterstützen Sie damit auch oft entscheidend die Abwehr. In südlichen Ländern gilt „Peel it, boil it, cook it or forget it.“ (Schälen, kochen, braten oder verzichten.): Es bedeutet keinen Salat in Restaurants, kein Leitungswasser, keine Mischgetränke mit Eiswürfeln und ähnliches zu verzehren, da über den Weg des verunreinigten Wassers die meisten Infektionen entstehen. Besorgen Sie sich abgepacktes Mineralwasser. Sollte doch einmal ein Durchfall entstehen, nehmen sie Uzaratinktur 50 Tropfen einmalig, dann 3-6x tgl. 25 Tropfen. Bei sehr heftigen Beschwerden kann die Tinktur mit 1 Teelöffel Heilerde gemischt werden. Die Heilerde zieht die schädlichen Bakterien aus dem Körper, die Uzarawurzel wirkt keimabschwächend und entkrampft die Darmmuskulatur. Sie darf nicht mit Herzglykosiden zusammen eingenommen werden, da sich die Wirkung der letzteren dadurch verstärken kann. Sehr leichte Kost eventuell nur Zwieback, Banane und Schwarz- oder Kamillentee empfehlen sich bei stärkeren Beschwerden. Oder die bewährten Cola und Salzstangen. Es kann auch ganz gefastet werden, um dem Körper die Reinigung zu erleichtern.

Bei allen Verstauchungen, Prellungen, Verrenkungen empfehle ich Arnicasalbe oder einen Umschlag mit verdünnter Arnikaessenz, auch Traumeel eine Komposition aus verschiedenen homöopathischen Mittel ist sehr zu empfehlen. Oft reicht dies als Salbe äußerlich angewendet aus, es steht jedoch auch innerlich als Tabletten zur Verfügung. Es hilft auch, wenn es entzündlicher Natur ist.

Endlich Sonne! Jedoch beginnen sie langsam, hellhäutige, rothaarige Menschen vertragen in der Regel am wenigsten die Sonne, die dunkelhaarigen und -häutigen eher mehr. Die Mittagszeit, die von den Südländern als Siesta im Schatten genossen wird ist in der gleichen Art auch für den Mitteleuropäer sehr empfehlenswert. Benutzen Sie den passenden Sonnenschutz für Ihren Hauttyp. Sollte doch einmal mit zuviel Sonne den Körper überhitzt haben, und ein Hitzschlag oder Sonnenstich die Folge sein, legen sie sich bitte sofort in den Schatten, kühlen den Kopf und trinken
sie viel Mineralwasser. Sollte es zu ansteigenden Kopfschmerzen oder Bewusstseinstörungen kommen, suchen sie bitte einen Arzt oder Heilpraktiker auf. Auch vorbeugend ist das ausreichende Trinken und die Kopfbedeckung zum Schutz wichtig. Gerade in Höhenlagen wird die Sonneneinwirkung durch den kühlen Wind unterschätzt.
Das Combudoron Gel hilft gegen Verbrennungen und auch gegen Insektenstiche.

Diesen Monat möchte ich den Holunder portraitieren, da er im Juni und Juli so wunderbar blüht. Er gehört zu der Familie der Geißblattgewächse und fehlte früher in keinem Bauerngarten. Er ist eine alte Schutzpflanze. Verwendet werden die Blüten und die Beeren zu medizinischen Zwecken. Als Inhaltsstoffe wirksam sind viel Vit C Farbstoffe wie Anthozyane, die Glycoside Sambucin und das Sambunigrin, die Vitamine A,E,B, Lithium, Gerbstoffe, Bitterstoffe und Fruchtsäuren.
Die Blüten lassen sich zu Erkältungstees verwenden, um die Grippe auszuschwitzen“. Anzuwenden als Getränk vor dem warmen Bade, bei beginnender Erkältung, da hat sie sich noch nicht festgesetzt. Danach bitte ins Bett legen und gut durchschwitzen. Auf einen Liter rechnet man 4 gehäufte Esslöffel der Blüten und lässt sie 10 Minuten zugedeckt ziehen. Wird der Beerensaft eingesetzt werden pro Tag 3x 2 Teelöffel voll gegeben. Der Holundersirup erfrischt jedoch auch im Sommer und fehlt selten im beliebten Sommergetränk Hugo.
Weitere Einsätze der Heilpflanze sind die Erschöpfung, die Stuhlregulation (stopfend wirkt die getrocknete Beere, abführend die Blüte), Unterleibserkältungen, Rheuma, dicke Beine im Sommer, alle Nervenschmerzen (der Beerensaft). Sie wirkt blutaufbauend, und bietet Gelenk- und Organschutz zum Beispiel bei Scharlach.
Eine sehr leckere Anwendung in der Küche ist das „Hollerküchlein“, dabei wird die Blüte in Pfannkuchenteig getaucht und ausgebacken, der Stängel dient dabei als Griff.

Hagar Hartung, Pforzheim
Heilpraktikerin, Master of Science der psychosozialen, komplementären und integrativen Gesundheitswissenschaften