Mit einer gezielten Injektionstherapie wird mit einem lokal betäubenden Mittel ein Störfeld, zum Beispiel eine alte Narbe, die den ungehinderten Kommunikationsfluss über die Nervenbahnen behindert, wieder entstört. Das Erklärungsmodell spricht von einer falschen elektrischen Ladung in den Zellen, dadurch ist auch die Kommunikation untereinander gestört. Wenn die Zellen aus der Betäubung durch die Neuraltherapie „aufwachen“ arbeiten sie zunächst wieder mit richtiger elektrischer Ladung, nach ein paar Tagen meist fallen sie wieder in das falsche Muster zurück. Daher wird die Neuraltherapie wiederholt, um den gesunden Zustand zu stabilisieren. Alte Narben können dadurch glatter und weniger empfindlich werden. Im sogenannten Sekundenphänomen kann ein lange quälendes Symptom sehr plötzlich verschwinden, wenn das Störfeld beseitigt wurde.

Wenn Injektionen nicht vertragen werden stehen andere Verfahren zur Auswahl.